Theater "Homevideo"

Cybermobbing und seine Folgen sind das beherrschende Thema in dem Stück „Homevideo“, das die Klassen 8b, 8d und 8f am 19.12.2018 im Marstall des Münchner Residenztheaters gesehen haben.

Homevideo

Cybermobbing und seine Folgen sind das beherrschende Thema in dem Stück „Homevideo“, das die Klassen 8b, 8d und 8f am 19.12.2018 im Marstall des Münchner Residenztheaters gesehen haben. Die beeindruckende Inszenierung zog die Schülerinnen von Anfang an in ihren Bann, was nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass digitale Medien auf der Bühne allgegenwärtig sind. Die Handlung dreht sich um den 15-jährigen Jakob, der film- und musikbegeistert ist und versucht, sowohl mit der Tatsache zurechtzukommen, dass sich seine Eltern trennen, als auch damit, dass er selbst zum ersten Mal richtig verliebt ist. Er filmt sein Liebesgeständnis an seine Flamme Hannah und andere intime Momente mit seiner Kamera. Als seine Mutter die Kamera ohne sein Wissen an seine vermeintlichen Freunde verleiht, entdecken diese das Video und stellen es ins Netz. Daraufhin wird er von verschiedensten Kommentaren von Schülern, Lehrern und Eltern förmlich überrannt. Das Publikum kann diese Bedrohung in der Inszenierung eindrucksvoll über einen großen und vier kleine Monitore auf der Bühne mitverfolgen, die neben den Videos auch Chatverläufe, unter anderem mit Hannah,  zeigen. Die Eltern sind Jakob nur bedingt eine Hilfe, da sie mit ihren eigenen Problemen überfordert sind. Als ihm bewusst wird, dass auch der Wechsel an eine andere Schule keine neue Chance für ihn bietet, weil sein Video durch das Internet allgegenwärtig ist, sieht er keinen Ausweg mehr. Das Stück „Homevideo“ basiert auf dem gleichnamigen Drehbuch von Jan Braren und wurde von Can Fischer für die Bühne bearbeitet. Der Fachschaft Deutsch ist es ein Anliegen, die Schülerinnen nicht nur über die Chancen digitaler Medien aufzuklären, sondern sie auch für die Gefahren, die durch einen verantwortungslosen Umgang mit ihnen entstehen können, zu sensibilisieren.

Simone Jell