Theaterbesuch

Theaterbesuch der 6. Klassen am 25.11.2019: „Ronja Räubertochter“ steht auf dem Programm.

Theaterbesuch der 6. Klassen am 25.11.2019: „Ronja Räubertochter“ steht auf dem Programm

Sympathie/Freundschaft trotz gegenseitiger Vorurteile – über dieses gesellschaftlich hochaktuelle Thema verfasste die schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren ihr Buch „Ronja Räubertochter“, das im Jahr 1981 erschien. Die sechsten Klassen sahen sich die gelungene Theaterinszenierung dieses Buches am 25.11.2019 im Rahmen des Deutschunterrichts im Münchner Residenztheater an. Paula Hans spielte in einer modernen Inszenierung von Daniela Kranz eine energiegeladene Räubertochter Ronja, die ständig in Bewegung ist und springt und klettert oder an Seilen von der Decke schwebt. Mit drolligen Rumpelwichten und einer zu E-Gitarrenmusik rockenden Räuberbande zeigte sich die Bühnenbearbeitung irgendwo zwischen Märchen und modernem Stück. Die Vorurteile, die die verfeindeten Mitglieder der Mattis-Räuberbande mit Ronjas Vater als  Anführer gegenüber der von Birks Vater geleiteten Borka-Räuberbande haben, interessieren die Kinder Ronja und Birk nicht. Als sie sich eines Tages zufällig treffen, sind sie sich auf Anhieb sympathisch. Verstärkt wird ihre Freundschaft auch dadurch, dass sie in gefährliche Situationen geraten, in denen sie sich gegenseitig das Leben retten. Da ihre Familien nicht akzeptieren wollen, dass sie befreundet sind, ziehen die beiden in eine Räuberhöhle in den Wald, die auf der Bühne des Residenztheaters durch ein orangefarbenes Wurfzelt dargestellt wird. Die drehbare Bühne, Live-Musik und überzeugende Schauspieler sind nur einige Elemente, die in dieser packenden Inszenierung das eigentliche Thema dieses Stückes, die Überwindung von Vorurteilen, sehr gelungen unterstreichen. Astrid Lindgrens Stück ist fast 40 Jahre nach seiner Veröffentlichung aktueller denn je.

 

Simone Jell-Huber