Jugend forscht

Auch Mädchen sind an Naturwissenschaften interessiert - der Erfolg beweist es!

"Es könnte klappen", sagte Christina am Tag vor dem Wettbewerb – und es hat geklappt. Unsere Christina Görgenhuber, Katja Ziegltrum (beide 8a) und Friederike Hartong,10a erhielten die begehrten Preise für ihre Teilnahme am Wettbewerb.

1. Beitrag: Kann man aus Lebensmitteln Farben herstellen?

Mit diesem Thema belegten die beiden Achtklässlerinnen Christina  und Katja den 2. Platz im Fachbereich Chemie der Juniorsparte des Wettbewerbs "Jugend forscht".

Ausgehend von der Verwendung von Acrylfarben im Unterricht, wobei sie feststellten, dass beim Auswaschen der Pinsel viel Farbe, u.a. bestehend aus Acrylharzen in den Abguss läuft, überlegten sie, ob nicht vielleicht andere Farben verträglicher für die Umwelt wären.

Dazu untersuchten sie farbintensive Lebensmittel wie das Gewürz Kurkuma, Rote Beete, Spinat, Cranberrys, Himbeeren, Blaubeeren und Rotkohl.

 

Mit insgesamt vier Versuchen experimentierten sie zur Herstellung von Farben, ihrer Haltbarkeit und den jeweiligen Anwendungsbereichen.

So kochten sie beim 1.Versuch die Lebensmittel, zerkleinerten sie im Mörser, mischten die Substanz mit Stärke und erprobten sie auf verschiedenen Papieren. Auch wurden gekochte Pflanzenteile püriert und mit Essig, Natron und Wodka zur besseren Haltbarkeit vermischt. Ein anderes Mal wurden die Lebensmittel in Salzwasser gekocht und das Püree mit Alkohol, Essig  Zitronensäure und Salz vermischt.

Im 4. Versuch fanden die entstandenen Farben dann noch Verwendung, um T-Shirts in verschiedenen Techniken zu färben.

Ihre Beobachtungen bei den zahlreichen Versuchen hielten sie auch in Schriftform fest und fanden dadurch auch heraus, dass sich die Farben, je nach Herstellungsweise, ändern und das schönste, farbkräftigste  Ergebnis mit dem Zusatz von Essig erzielt wurde.

 

Aus ihren Versuchen schrieben Christina und Katja eine 10-seitige Forschungsarbeit und reichten diese beim Regionalwettbewerb "Schüler experimentieren" (Juniorsparte des JuFo-Wettbewerbs) ein.

Rund 1000 Teilnehmer zwischen 10 und 14 Jahren aus ganz Bayern machten dabei mit. Die Jury lobte die Arbeit als gut durchdacht und strukturiert und zeichnete sie mit dem 2. Platz im Fachbereich Chemie aus.

Außerdem erhielten sie den Sonderpreis  "nachwachsende Rohstoffe" für ihren umweltbewussten Einsatz.

2. Beitrag: Hochwasserschutz in Küstenregionen – Auszeichnung mit dem Umwelt-Sonderpreis

In der Altersgruppe der 15 – 21-jährigen trat die Zehntklässlerin Friederike Hartong an. Angeregt durch eine Klassenfahrt an die Nordsee in der 8. Klasse beschäftigte sie sich mit dem Hochwasserschutz. Ihre Arbeit bezieht sich auf die Tatsache, dass als Folge der Erderwärmung die Meeresspiegel ansteigen und daher die Hochwasserschutzmaßnahmen in Küstenregionen verbessert werden müssen.

Zunächst beschäftigte sie sich ausführlich mit bereits bestehenden Möglichkeiten des Hochwasserschutzes und erstellte ein Modell, bei dem man die verschiedenen Wasserstände gut erkennen kann und sich Gezeiten und Schutzmaßnahmen testen lassen.

Ich habe ein Modell eines Deiches mit daran angrenzenden Meer- und Landbereichen ausgewählt   [...]. Der Tidenhub und die Schutzwirkung des Deiches werden dargestellt mithilfe von Wasser, welches auf die Meereseite gepumpt wird. Ein variabler Ausfluss reguliert die Stärke des Tidenhubs, angefangen von einer Nipptide bis hin zu einer schweren Sturmflut. Weiterhin zeigt das Modell, dass die Wellen auf den langsam ansteigenden Deich nicht mit voller Kraft auftreffen, während sie an der senkrechten Mauer (im Modell blau) mit voller Kraft ankommen und somit Zerstörungen hervorrufen. Um Regenwasser auszuleiten wurde ein Siel ergänzt“.  (Auszug aus ihrer Arbeit)

Zusätzlich erarbeitete sie eine automatische Regelung, mit der man  die eintretenden Hochwasserereignisse computergestützt kontrollieren kann.

Die Jury war von Friederikes sorgfältiger Arbeit so beeindruckt, dass sie diese mit einem Umwelt-Sonderpreis belohnte.

Unsere Mädchen haben es gezeigt: Trotz Corona, Schulschließung und online-Präsentation beim Wettbewerb – Engagement zahlt sich aus.

Wir sind stolz auf euch!

 

Die Projektbetreuung lag in den Händen von Frau Marion Niedzwiedz.