Schulleiterin Christiane Scharfe aus der Mädchenrealschule Hl. Blut verabschiedet

Nach 38 Jahren an der MRS geht die Schulleiterin in den Ruhestand

Eine Ära geht zu Ende – 38 Jahre Mädchenrealschule.“ Unter diesem Motto begann nach einem feierlichen Gottesdienst die Verabschiedung von der Direktorin Christiane Scharfe, für die das Lehrersein nicht nur ein Beruf war, sondern eine wahre Berufung.

Durch das Studium der Fächer Deutsch und Musik waren ihre Schwerpunkte bereits festgelegt. Viel Wert legte sie daher auf alles Künstlerische im weitesten Sinne und förderte Musik, Theater und Kunst im besonderen Maße. Aber auch die Naturwissenschaften lagen ihr am Herzen, denn ihr war es gerade an einer Mädchenschule ausgesprochen wichtig, dass sich die Schülerinnen auch für diese Fächer interessierten und z.B. den mathematischen Zweig wählten. Es könne ja schließlich nicht sein, dass die Hälfte der Menschheit von sich behaupten würde, naturwissenschaftliches Denken wäre nichts für sie, betonte sie mehrfach. Schließlich sei eine umfassende Allgemeinbildung wichtig, um nach Beendigung der Schulzeit bestens ausgebildet ins Leben ziehen zu können, um sich in die Gesellschaft einzubringen. Entsprechend freute sie sich immer sehr, wenn Ehemalige die Schule besuchten und über ihre berufliche Entwicklung berichteten – als Ärztinnen, Architektinnen Musikerinnen, bis über Schreinerin, Maurerin, IT-Spezialistin usw. sind die Absolventinnen der Mädchenrealschule weit über den Landkreis hinaus anzutreffen.

Für die Verabschiedung ihrer Direktorin bereitete die Schulfamilie ein besonderes Programm vor. Mit schwungvoller Musik des großen Blasorchesters der Schule wird Christiane Scharfe von ihrem Stellvertreter und Organisator Jochen Schweitzer begrüßt. „Ich kann es noch gar nicht so ganz realisieren“, sagte Scharfe. 38 Jahre ist sie an der Schule, zunächst als Lehrkraft, dann noch 15  Jahre in der Schulleitung, davon wiederum die letzten drei Jahre als Direktorin.

Rückblickend könne sie nur Gutes über ihre Mädchenrealschule sagen: „Sie ist eine besondere Schule, die sich durch einen sehr wertschätzenden, wohlwollenden Umgang miteinander auszeichnet. Hier soll sich jeder angenommen fühlen und nach Möglichkeit die jeweils notwendige Unterstützung und Förderung erhalten.“ Diese Atmosphäre  habe sie immer sehr geschätzt und sie ahne schon, dass ihr gerade der lebendige Kontakt zu ihren Schülerinnen fehlen werde. Ihre Tür sei immer und für jeden offen gestanden.

Neben den musikalischen Beiträgen der von Ihr gegründeten MRS- Girls sang der Lehrerchor ein eigens einstudiertes Ständchen, bevor offizielle Reden von Seiten des Schulträgers, vertreten durch Dr. Ralf Grillmayer, des katholischen Schulwerks, der Stadt Erding, vertreten durch Harry Seeholzer sowie des Landkreises Erding, repräsentiert durch Franz Hofstetter folgten. Auch der Elternbeirat, der Personalrat und langjährige Kollegen ließen ihr Wirken über die lange Zeit Revue passieren und wünschten für die nun vor ihr liegende Zeit nur das Allerbeste.

Zum Ausklang gab es für die anwesende Schulfamilie eine Gartenparty im Schulgarten. Die MRS-Familie dankte ihrer Chefin von Herzen.

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