„Ein ganz normaler Schultag – aus meiner Sicht“

Erzählt von Dante, dem Collie mit Herz und Verstand

Heute war wieder Schule. Ich liebe Schule. Nicht wegen Religion oder Musik (nichts gegen deine Fächer, Mama) – obwohl die Kinder dabei oft lachen und singen, was ich mag – sondern wegen ihnen. Den Kindern. Ihren Stimmen, ihren Händen, ihren Herzen.

Kaum bin ich im Klassenzimmer, höre ich das erste „Daaaante!“ und schon fliegen mir die Streicheleinheiten entgegen. Manche streicheln ganz sanft über mein Fell, andere kraulen richtig gut – himmlisch! Ich lege mich dann gerne mitten ins Klassenzimmer, damit mich alle sehen können. Manchmal sitze ich auch ganz brav neben dem Lehrerpult. Ich bin schließlich ein höflicher Hund.

Die Pausen sind besonders angenehm. Dann toben die Kinder draußen, lachen und freuen sich. Ich bin nicht mittendrin – da lasse ich die Zweibeiner allein – aber ich beobachte alles ganz genau. Dabei bekomme ich oft Apfelstücke gefüttert, manchmal dürfen sogar Kinder, die ich noch nicht so gut kenne zu mir und lernen mich besser kennen.

Vor kurzem habe ich sogar etwas Neues gelernt: Wie man still sitzt, während jemand eine Präsentation vorträgt. Ich habe verstanden, dass Zuhören auch eine Form von Liebe ist. Und dass man mit einem leichten Schwanzwedeln zeigen kann: „Ich bin bei dir.“

Am schönsten ist es, wenn die Kinder sich über mich freuen. Ihre Augen leuchten, ihre Stimmen werden weich, und ich spüre: Ich bin nicht nur ein Hund. Ich bin ein Freund. Ein Zuhörer. Ein Teil ihrer kleinen Welt.

Und wenn der Schultag vorbei ist, bin ich müde – aber glücklich. Denn ich wurde nicht nur gestreichelt und habe geschnuppert. Ich habe Herzen berührt.

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