Fingerfood statt Schulbrot
Wie beendet man ein erfolgreiches Schuljahr in Ernährung und Gesundheit am besten? Mit einem sommerlichen Klassenfest – und natürlich mit einem selbst zubereiteten Fingerfood-Büfett!
Diese Idee hatte Lehrerin Frau Christine Müller, die kurzerhand nicht nur ihre halbe Klasse, sondern auch die zweite Hälfte der 7. Klasse von Frau Susanne Bertold mit ins Boot holte. Gemeinsam verwandelten rund 30 Schülerinnen das Atrium in eine kleine Genussmeile. Die größte Herausforderung dabei: Die Schulküche bietet lediglich 16 Arbeitsplätze. Doch mit guter Planung und Teamarbeit wurde auch dieses Problem souverän gelöst. Während einige Schülerinnen in der Küche fleißig schnippelten, rührten und backten, kümmerten sich andere bereits um den Büfettaufbau, die Getränkezubereitung oder die Dekoration der Stehtische.
Nach einer kurzen Einweisung in den Umgang mit Garnierspritze und Blätterteig hieß es: Schürzen an und los geht's! Ganz im Sinne des selbstständigen Arbeitens bereiteten die Schülerinnen ihre Gerichte ausschließlich mithilfe der Rezepte und im Austausch mit ihrer Partnerin zu. Nur wenn einmal Fragen auftauchten, standen die Fachlehrerinnen unterstützend zur Seite. So konnten die Schülerinnen eindrucksvoll zeigen, welche Kenntnisse und Fertigkeiten sie sich im Laufe des Schuljahres in der Nahrungszubereitung angeeignet hatten.
Und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen: Bereits nach rund 50 Minuten präsentierte sich ein phänomenales Fingerfood-Büfett. Von süßen Zwirbeln über Gurken-Käse- und Salami-Frischkäse-Cracker bis hin zu knusprigen Blätterteig-Pesto-Schnecken, Flammkuchenstangen, Pizza-Brötchen und fruchtigen Cocktails war für jeden Geschmack etwas dabei. Jedes Häppchen war liebevoll angerichtet – schließlich gilt beim Fingerfood: Das Auge isst mit. Kleine Speisen, große Wirkung!
Doch nicht nur die Zubereitung, sondern auch das Anrichten eines kalten Büfetts will gelernt sein. Die Schülerinnen achteten darauf, dass Speisen und Servietten sinnvoll angeordnet waren, die Platten auf verschiedenen Ebenen präsentiert wurden und die Dekoration mit Blumen und liebevoll gestalteten Speisenschildern zum sommerlichen Ambiente passten. Ganz nebenbei lernten sie auch die kleinen Benimmregeln am Büfett kennen: Lieber zunächst nur wenige Häppchen auf die Serviette legen, gemütlich am Stehtisch genießen und bei Bedarf einfach noch einmal zugreifen.
Ein weiterer Aspekt durfte ebenfalls nicht fehlen: Nachhaltigkeit. So wurde beispielsweise darüber gesprochen, dass sich anstelle von Avocado-Frischkäse auch Ajvar hervorragend als Aufstrich eignet. Der Hintergrund: Für den Anbau einer einzigen Avocado werden je nach Herkunft rund 250 bis 500 Liter Wasser benötigt – ein hoher Verbrauch, insbesondere in trockenen Anbauregionen. Kleine Veränderungen bei der Rezeptauswahl können somit einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Nach dem obligatorischen Gruppenfoto wurde das Büfett schließlich eröffnet. Bei strahlendem Sonnenschein genossen die Klassen 7a und 7e ihr selbst zubereitetes Festmahl im angenehm kühlen Atrium. Es wurde gelacht, probiert, gelobt und natürlich auch das ein oder andere Rezept weiterempfohlen. So schmeckt Teamarbeit!
Ein ganz besonderer Dank gilt unseren Hausmeistern Herr Krause und Herr Eder. Sie sorgten im Hintergrund dafür, dass alles reibungslos funktionierte, transportierten die schweren Stehtische und den Büfetttisch an ihren Platz und halfen nach dem Fest auch wieder beim Aufräumen. Ohne ihre tatkräftige Unterstützung wäre dieses Klassenfest kaum möglich gewesen.
Ein rundum gelungener Schuljahresabschluss, der einmal mehr gezeigt hat: Gemeinsames Kochen verbindet, macht Spaß und schmeckt am Ende gleich doppelt so gut.
Susanne Bertold für die Fachschaft Ernährung und Gesundheit